Die festgestellten Größenordnungen
Luxemburgische Fachquellen kommen auf ähnliche Spannen. Diese Spannen sind mit ihrem Umfang zu lesen.
| Umfang | Festgestellte Größenordnung |
|---|---|
| Rohbau, wind- und wetterfest | etwa 1 600 bis 2 100 € / m² |
| Schlüsselfertig | etwa 2 400 bis 4 000 € / m² |
Diese Werte verstehen sich ohne Grundstück und ohne Nebenkosten, die Gegenstand der entsprechenden Zweige sind.
Die Spanne beim schlüsselfertigen Bau ergibt sich aus Ausbaustufe und Bauweise, behandelt im Beitrag über was die Baukosten verändert.
Diese Größenordnungen ersetzen kein Angebot. Sie dienen dazu, einen Rahmen abzustecken, die Stimmigkeit eines Angebots zu prüfen und offensichtlich marktferne Vorschläge auszuschließen.
Was eine Spanne tatsächlich umfasst
Drei Grenzen, deren Missachtung zu Schätzfehlern von mehreren Zehnprozent führt. Sie betreffen den Ausbaustand, die Fläche und den Standard.
Der Umfang schwankt. Dieselbe Bezeichnung kann Ausstattung, Außenanlagen oder bestimmte technische Leistungen ein- oder ausschließen.
Die Bezugsfläche schwankt. Ein auf die Wohnfläche und ein auf die gebaute Fläche bezogener Preis ergeben für dasselbe Gebäude deutlich unterschiedliche Ergebnisse.
Das Datum zählt. Baupreise entwickeln sich, und der amtliche Index dokumentiert diese Entwicklung, behandelt im Beitrag über den Index und die Preisanpassung.
Die drei zu stellenden Fragen
Vor der Verwendung eines Quadratmeterpreises, gleich welcher Herkunft. Vier Fragen stellen sich vorab.
Welcher Umfang. Was genau umfasst dieser Preis, und vor allem was nicht.
Welche Fläche. Wohnfläche, gebaute oder Bruttofläche, wobei der Unterschied alles andere als gering ist.
Welches Datum und welcher Projekttyp. Ein alter Wert oder ein Wert zu einem anderen Programm ist nicht übertragbar.
Ein Quadratmeterpreis ohne Antwort auf diese drei Fragen ist nicht verwertbar, auch wenn er aus einer seriösen Quelle stammt.
Warum dieser Wert nie genügt
Zwei Gründe, die auf das Grundmotiv dieses Leitfadens verweisen. Sie betreffen das Grundstück und die Arbeitskosten.
Er schließt den variabelsten Posten aus. Das Grundstück geht nicht in den Baupreis pro Quadratmeter ein, obwohl es den Großteil des Unterschieds zwischen Projekten bestimmt, wie der Beitrag über warum das Grundstück das Budget bestimmt erläutert.
Er schließt die Nebenkosten aus, die in einer Größenordnung von fünfzehn bis zwanzig Prozent der Baukosten liegen, behandelt im entsprechenden Zweig.
Ein Baupreis pro Quadratmeter ist daher ein Marktindikator, kein Projektrahmen.
Die berechtigte Verwendung
Drei Anwendungen, bei denen dieser Wert wirklich nützt. Er dient dem Rahmen, dem Vergleich und der Kontrolle.
Einen Rahmen in der Frühphase abstecken, vor jeder Zeichnung, wie der Beitrag über das Schätzen vor dem Projekt erläutert.
Die Stimmigkeit eines erhaltenen Angebots prüfen, wobei eine starke Abweichung von den Marktgrößenordnungen eine Erklärung verlangt.
Zwei Varianten desselben Projekts vergleichen, bei gleichem Umfang und gleicher Fläche, was Definitionsverzerrungen ausschaltet.
Die Beiträge dieses Zweigs
Der Beitrag über Rohbau und schlüsselfertig behandelt die Leistungsumfänge. Die Ausbaustände werden dort definiert.
Der Beitrag über die Aufteilung nach Gewerken behandelt die innere Struktur des Baubudgets. Die Anteile werden dort angegeben.
Der Beitrag über was die Baukosten verändert behandelt die drei Hebel. Die Faktoren werden dort geordnet.
Dieser Beitrag gibt den Stand der Daten zum Prüfdatum wieder und dient der fachlichen Orientierung. Er ersetzt weder ein Angebot noch eine detaillierte Schätzung.