Was er misst
Der Index misst die Preisveränderungen, ohne Mehrwertsteuer, der im Wohnungsbau erbrachten Leistungen.
Er wird ohne die Grundstückskosten ermittelt.
Er wird auf Basis hundert im Jahr neunzehnhundertsiebzig ausgedrückt, was Werte über tausend erklärt und Leser irritiert, die an jüngere Basisjahre gewöhnt sind.
Indizes werden für das Bauwesen insgesamt berechnet, aber auch nach Gewerken und Leistungsgruppen, was eine feinere Verfolgung erlaubt als ein einzelner Gesamtindex.
| Begriff | Was er misst | Verwendung |
|---|---|---|
| Index | Eine Entwicklung über die Zeit | Einen datierten Preis anpassen |
| Preis | Was in Rechnung gestellt wird | Angebote vergleichen |
| Kosten | Was das Unternehmen trägt | Eine Aufgliederung analysieren |
Die wesentliche Unterscheidung zwischen Preis und Kosten
Dies ist der am meisten missverstandene Punkt, und er hat praktische Folgen. Der Index misst eine Entwicklung, kein Preisniveau.
Der Index berücksichtigt die Entwicklung der Material- und Lohnpreise, was einer Kostenlogik entspricht.
Er bezieht jedoch auch Änderungen der Produktivität und der Unternehmermargen ein.
Mit anderen Worten misst er verlangte Preise, nicht Selbstkosten. Ein Anstieg kann daher ebenso eine Marktanspannung wie eine Verteuerung der Vorleistungen widerspiegeln.
Praktische Folge: ein Anstieg des Index bedeutet nicht zwangsläufig, dass Unternehmen höhere Lasten tragen, und lässt sich daher nicht als solche verhandeln.
Der Veröffentlichungsrhythmus
Der Index erscheint zweimal jährlich, im Januar für die Daten des vorangegangenen Oktobers und im Juli für die Daten des Aprils.
Jede Veröffentlichung erfolgt nach der Sitzung eines hierfür einberufenen beratenden Fachausschusses.
Die Verzögerung zwischen gemessenem Zeitraum und Veröffentlichung beträgt etwa drei Monate, was in jede Verwendung einzubeziehen ist.
Der Leser muss daher stets prüfen, welchen Zeitraum der zuletzt veröffentlichte Wert beschreibt, und nicht annehmen, er beschreibe den laufenden Monat.
Die vertraglichen Verwendungen
Drei amtliche Verwendungen, die über die bloße Information hinausgehen. Er dient der Anpassung, der Fortschreibung und der Indexierung.
Die Indexierung nahezu aller Feuerversicherungsverträge, was dem Index eine sehr weite Tragweite verleiht.
Die Aktualisierung von Angeboten, um ein zu einem früheren Datum erstelltes Angebot fortzuschreiben.
Verträge über den Kauf vom Bauträger, in denen er als Anpassungsgrundlage dient.
Diese Verwendungen verleihen dem Index vertragliche Bedeutung, was seinen Status von dem einer bloßen Beobachtungsstatistik unterscheidet.
Die Anwendungshinweise
Vier Hinweise, bei jeder vertraglichen oder budgetären Verwendung zu beachten. Sie betreffen die Fassung, das Basisdatum und die Formel.
Prüfen, welcher Index gemeint ist. Der allgemeine Gesamtindex und die Gewerkeindizes ergeben nicht dieselben Entwicklungen.
Den Bezugszeitraum des verwendeten Werts prüfen, angesichts der Veröffentlichungsverzögerung.
Ihn nicht auf das Grundstück anwenden, das er nicht misst.
Die Formulierung der Klausel prüfen, wenn ein Vertrag eine Anpassung vorsieht, da Formel und gemeinter Index das Ergebnis bestimmen.
Eine schlecht formulierte Anpassungsklausel erzeugt Streitigkeiten, und ihre Abfassung gehört zum Leitfaden über Verträge und Beteiligte.
Was dies für Fachleute bedeutet
Vier Regeln.
Den Index mit seinem Zeitraum nennen, nie allein.
Preis und Kosten unterscheiden, wenn eine Entwicklung gegenüber einem Bauherrn kommentiert wird.
Die Gewerkeindizes verwenden, wenn ein bestimmter Posten betroffen ist, statt des Gesamtindex.
Die Vertragsklausel prüfen, bevor eine Anpassung angewandt wird, statt standardmäßig den Gesamtindex zu verwenden.
Dieser Beitrag gibt den Stand der Daten zum Prüfdatum wieder und dient der fachlichen Orientierung. Er ersetzt weder die Einsicht in die amtlichen Veröffentlichungen noch die Prüfung der Vertragsklauseln.