Die drei Familien
Die nationale amtliche Statistik, die den Baupreisindex und die Daten des Wohnungsmarkts erstellt.
Die Veröffentlichungen der öffentlichen Wohnungsbeobachtungsstelle, die den Immobilien- und Grundstücksmarkt behandeln.
Die Fachquellen, Fachverlage und Marktteilnehmer, die Preisspannen pro Quadratmeter veröffentlichen.
Diese drei Familien haben weder denselben Status noch dieselbe Verlässlichkeit noch denselben Gegenstand. Sie zu verwechseln führt dazu, eine kommerzielle Schätzung als amtliche Angabe zu zitieren.
| Quellenfamilie | Was sie liefert | Verlässlichkeit |
|---|---|---|
| Amtliche Statistik | Reihen und offizielle Indizes | Am höchsten |
| Fachpublikation | Preisspannen nach Typologie | Gut, Umfang zu prüfen |
| Verkaufsanzeige | Geforderte Preise | Nur als Hinweis |
Was jede Familie abdeckt
Die amtliche Statistik erfasst Entwicklungen, nicht Preisniveaus je Projekt. Der Index sagt, um wie viel sich die Preise bewegt haben, nicht was ein Haus kostet.
Die Beobachtungsstelle erfasst Transaktionen und den Markt, mit je nach Segment unterschiedlicher Detailtiefe.
Die Fachquellen erfassen Preisniveaus, was die amtlichen Quellen nicht tun, jedoch ohne amtlichen Status und mit oft unpräzisen Leistungsumfängen.
Keine Quelle liefert für sich allein, was ein Bauherr braucht, weshalb sie in Kenntnis ihrer jeweiligen Grenzen zu kombinieren sind.
Die zu kennende statistische Lücke
Ein selten genannter und dennoch entscheidender Punkt. Die Quellen messen nicht alle dasselbe.
Die öffentliche Beobachtungsstelle veröffentlicht keine detaillierte Statistik zu den Verkaufspreisen von Häusern, mangels ausreichender Daten zu diesem Segment.
Die verfügbaren detaillierten Statistiken betreffen überwiegend Wohnungen.
Die Folge ist unmittelbar: wer einen Referenzpreis für ein Haus sucht, findet keine detaillierte amtliche Angabe und muss auf Fachquellen oder weniger granulare Transaktionsdaten zurückgreifen.
Diese Lücke erklärt einen Teil der Abweichungen zwischen veröffentlichten Zahlen, da jeder das fehlende Segment auf eigene Weise rekonstruiert.
Die einzuhaltende Rangfolge
Vier Ebenen, nach abnehmender Verlässlichkeit. Sie reichen von der amtlichen Statistik bis zur Verkaufsanzeige.
Der amtliche Text oder die statistische Primärveröffentlichung, stets vorzuziehen.
Die Veröffentlichung der zuständigen öffentlichen Stelle, insbesondere für Marktdaten.
Die benannte Fachquelle, für Preisniveaus verwendbar, sofern Datum und Leistungsumfang genannt werden.
Das Angebot, das die einzige wirklich projektbezogene Angabe bleibt und für die Schätzung eines bestimmten Projekts allen vorgenannten vorgeht.
Eine Sekundärquelle darf nie anstelle einer verfügbaren Primärquelle zitiert werden, besonders in Steuerfragen, wo Abweichungen zwischen Quellen häufig sind.
Die Lesehinweise
Vier Prüfungen, bei jeder verwendeten Angabe. Sie betreffen das Datum, den Umfang, die Stichprobe und die Methode.
Das Datum, angesichts der Veröffentlichungsverzögerung der amtlichen Reihen.
Der Leistungsumfang, insbesondere Ein- oder Ausschluss von Grundstück und Steuern.
Das Segment, Haus oder Wohnung, Neubau oder Bestand, da sich diese Märkte nicht gemeinsam entwickeln.
Der Status der Quelle, amtlich oder fachlich, der ihr Gewicht bestimmt.
Was dies für Fachleute bedeutet
Vier Regeln.
Quelle, Datum und Leistungsumfang jedes in einem übergebenen Dokument verwendeten Werts nennen.
Auf die Lücke bei Häusern hinweisen, wenn ein Bauherr eine amtliche Angabe erwartet, die nicht existiert.
Nie eine fachliche Spanne als amtliche statistische Angabe darstellen.
Zum Angebot zurückkehren, sobald das Projekt hinreichend bestimmt ist, da keine allgemeine Quelle ein Angebot ersetzt.
Dieser Beitrag gibt den Stand der Veröffentlichungen zum Prüfdatum wieder und dient der fachlichen Orientierung. Er ersetzt nicht die unmittelbare Einsicht in die genannten Quellen.