Was jede Familie umfasst
Die Mehrwertsteuer. Ein stark ermäßigter Satz gilt für Neuschaffungs- und Sanierungsarbeiten an einer als Hauptwohnsitz genutzten Wohnung. Der Vorteil äußert sich in einer geringeren Rechnung, ohne Auszahlung.
Die Erwerbsgebühren. Eine Steuergutschrift senkt die beim Kauf einer zur persönlichen Nutzung bestimmten Wohnung geschuldeten Gebühren. Der Vorteil wird im Zeitpunkt der Urkunde angerechnet.
Prämien und Zuschüsse. Beihilfen betreffen genau bestimmte Posten, insbesondere die energetische Sanierung und die Ausstattung. Der Vorteil äußert sich als Auszahlung oder Rechnungsabzug.
Die Finanzierungsförderung. Mechanismen betreffen den Kredit selbst, insbesondere als Zinssubvention oder Bürgschaft. Der Vorteil verteilt sich über die Laufzeit des Darlehens.
Behörde und Zeitpunkt
Jede Familie hat ihren Ansprechpartner und ihren Termin, und sie zu verwechseln lässt Fristen versäumen. Sie gehören zu unterschiedlichen Verwaltungen.
| Familie | Wer entscheidet | Wann zu beantragen |
|---|---|---|
| Mehrwertsteuer | zuständige Steuerverwaltung | vor Beginn der Arbeiten |
| Erwerbsgebühren | Steuerverwaltung, über den Notar | im Zeitpunkt der Urkunde |
| Prämien und Zuschüsse | Wohnungs- oder Energieverwaltung | je nach Regelung, meist vor der Verpflichtung |
| Finanzierungsförderung | Wohnungsverwaltung, mit dem Kreditinstitut | vor oder bei Einrichtung des Kredits |
Keine Anlaufstelle deckt alle vier ab, weshalb die Schritte parallel zu führen sind.
Entlastung oder Auszahlung
Eine Unterscheidung, die die Liquidität verändert und die in Vergleichen übergangen wird. Manche Vorteile wirken sofort, andere zeitversetzt.
Eine Entlastung fließt nicht über das Konto des Begünstigten. Die Rechnung ist schlicht niedriger, oder die Gebühren geringer. Es ist nichts vorzustrecken.
Eine Auszahlung setzt oft voraus, zuerst gezahlt zu haben. Die Beihilfe kommt danach, mit zeitlichem Abstand.
Manche Modalitäten haben sich zum unmittelbaren Abzug entwickelt, um dem Begünstigten das Vorstrecken zu ersparen, behandelt im Beitrag über die Beihilfen für die energetische Sanierung.
Praktische Folge: zwei betragsgleiche Regelungen wirken nicht gleich auf einen Finanzierungsplan, und sie sind im Budget zu unterscheiden.
Wer den Antrag stellt
Ein überraschender Punkt, der Anträge scheitern lässt. Ein Vorhaben kann zugleich mehreren Familien zugehören.
Der Begünstigte ist nicht immer der Antragsteller.
Für die unmittelbare Anwendung des ermäßigten Satzes stellt der ausführende Fachbetrieb den Genehmigungsantrag, wobei der Eigentümer gegenzeichnet.
Für die Erwerbsgebühren stellt der Notar den Antrag bei Beurkundung.
Für Prämien ist es in der Regel der Begünstigte, gelegentlich unter Mitwirkung des Installateurs.
Ein Eigentümer, der darauf wartet, gefragt zu werden, kann daher eine Regelung verpassen, weil er seine Lage dem richtigen Ansprechpartner nicht angezeigt hat.
Wie die anwendbaren zu erkennen sind
Vier Fragen, zu Projektbeginn zu stellen. Sie bestimmen die nutzbaren Regelungen.
Wird die Wohnung als Hauptwohnsitz genutzt, und von wem.
Handelt es sich um Erwerb, Neubau, Sanierung oder eine Kombination, da die Regelungen abweichen.
Enthalten die Arbeiten einen energetischen Teil, der besondere Regelungen eröffnet.
Wird das Vorhaben über einen Kredit finanziert, was die vierte Familie eröffnet.
Was dies für Fachleute bedeutet
Vier Regeln.
Die vier Familien getrennt behandeln, da sie weder dieselbe Behörde noch denselben Zeitplan haben.
Bestimmen, wer jeden Antrag stellt, und es dem Bauherrn sagen.
Entlastung und Auszahlung unterscheiden in jedem übergebenen Finanzierungsplan.
Nicht annehmen, dass ein Ansprechpartner über die übrigen Regelungen informiert, da keiner sie alle abdeckt.
Dieser Beitrag gibt den Stand der Regelungen zum Prüfdatum wieder und dient der fachlichen Orientierung. Er ersetzt weder eine Steuerberatung noch die Rücksprache mit den zuständigen Verwaltungen.